Preisträger

2017

Sächsischer Bibliothekspreis 2017 geht an Bibliothek der Leipziger Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy"

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst

 

Der in diesem Jahr erstmalig mit 10.000 Euro dotierte Sächsische Bibliothekspreis 2017 geht an die Bibliothek der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ (HMT). Während es in den vergangenen Jahren jeweils ein Schwerpunktthema gab, sollte dieses Mal die vielseitige Arbeit der Bibliotheken selbst gewürdigt werden. Kunst- und Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Über die Wahl der Jury freue ich mich außerordentlich. Die diesjährige Preisträgerin, die Bibliothek der HMT Leipzig, ist mit ihren Mitarbeiterinnen beispielhaft in ihrer Kompetenz, ihrer leidenschaftlichen Kundenorientierung, ihrem Teamgeist und Einsatz. Ganz oben aber steht ihre in die Zukunft gerichtete Offenheit: Dazu zählen das engagierte Voranschreiten auf dem Gebiet der digitalen Services bei gleichzeitiger Sensibilität für die Bedürfnisse einer Bibliothek für Künstler, die Kooperationen mit anderen Bibliotheken, Lehrtätigkeit und internationales Engagement. Es ist kein Zufall, dass die Bibliothek der HMT im Jahr 2018 Ausrichter des Kongresses der International Association of Music Libraries, Archives and Documentation Centres  (IAML) sein wird, dem einwöchigen, größten internationalen musikbibliothekarischen Kongress mit rund 400 Gästen aus etwa 30 Ländern.“

Christian Schramm, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V. gratuliert ebenfalls zu der Auszeichnung: "Die Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater ,Felix Mendelssohn Bartholdy' (HMT) Leipzig verfügt über eine für wissenschaftliche Bibliotheken eher schmale Personalausstattung. Dank des hohen Engagement und der Fachkompetenz ihres Teams gelingt es der Bibliothek jedoch, international in der ersten Liga mitzuspielen. Das von ihr entwickelte Discovery-Katalogsystem sowie der im nächsten Jahr von ihr auszurichtende Jahreskongress IAML sind dafür ein Beweis."

In ihrer Begründung würdigt die Jury darüber hinaus, dass die HMT-Bibliothek mit angeschlossenem Archiv und Instrumentenausleihe in engem Kontakt mit Lehrenden und Studierenden seit vielen Jahren kontinuierlich ein auch überregional stark beachtetes Serviceangebot für Studium, Lehre und künstlerische Praxis anbietet. Durch die konsequente Integration digitaler Technologien und kluge Kooperationsbeziehungen mit der Universitätsbibliothek Leipzig, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und anderen leistungsstarken Partnern sei es der Bibliothek zum Beispiel gelungen, eines der weltweit ersten Discovery-Katalogsysteme mit dezidiert musikbibliothekarischer Aus-richtung anzubieten und mit digitalen Publikationswerkzeugen Sichtbarkeit und Reichweite für HMT-Quellen und -Forschungsergebnisse spürbar zu steigern. Er-wähnung verdiene zudem die professionelle Öffentlichkeitsarbeit der HMT-Bibliothek, dank der sie mehrfach zusätzliche private Mittel für besondere Erwerbungen akquirierte.

Große Anerkennung der Jury fanden auch die Stadtbibliothek Pirna für ihr Bibliothekskonzept „Bibliothek 2030“ und die Christian-Weise-Bibliothek in Zittau, die mit einem erreichten Zweckverbund mit den Bibliotheken in Reichenbach /OL und Löbau exemplarisch vorlebt, wie Bibliotheksdienste durch Bündelung der Kräfte wachsen können. Besonders lobend hervorzuheben sei die Gemeindebibliothek Neukirchen, in der eine junge Bibliothekarin weitgehend allein und innerhalb nur eines Jahres zahlreiche vielversprechende Innovationen zur Modernisierung der Bibliotheksarbeit in der rund 7.000 Einwohner zählenden Erzgebirgsgemeinde initiiert hat.

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, wird den „Sächsischen Bibliothekspreis 2017“ am 24. Oktober 2017, dem „Tag der Bibliotheken“, in Leipzig verleihen.

 

2016

Leipziger Städtische Bibliotheken erhalten den Sächsischen Bibliothekspreis 2016

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange überreicht Preis am 24. Oktober 2016 in Leipzig

 

Die Leipziger Städtischen Bibliotheken erhalten den mit 4.000 Euro dotierten Sächsischen Bibliothekspreis 2016, den das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit dem Landesverband Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V. auslobt. Diese Entscheidung der Jury gab heute Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange bekannt. In diesem Jahr steht der Preis im Zeichen der Flüchtlingsthematik und ehrt integrationsfördernde Bibliotheksarbeit.

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: „Ich gratuliere den Leipziger Städtischen Bibliotheken zum Sächsischen Bibliothekspreis 2016, der die großartige Arbeit der hier tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anerkennt und würdigt. Mit viel Einfallsreichtum und Engagement setzen sie sich dafür ein, dass sie möglichst viele Menschen begeistern und erreichen, dass ihre Bibliothek ein Treffpunkt für Menschen jeden Alters und jeder Herkunft wird und dass so im Miteinander kulturelle Brücken entstehen können. Damit stehen Leipziger Städtischen Bibliotheken auch stellvertretend für weitere Bibliotheken, aber auch viele andere kulturelle Einrichtungen, denen für diese Arbeit großes Lob und Dank gebührt.“

Die Leipziger Städtischen Bibliotheken haben sich seit 2014 dem Ausbau interkultureller Angebote gewidmet und Konzepte entwickelt, die sich sowohl an Geflüchtete als auch an deutsche Mitbürger richten, um Integration in all seinen Fassetten zu gewährleisten. Neben der Förderung der Sprach- und Lesefähigkeit von Geflüchteten beispielsweise mit Sprachlern-PC’s in der Zentralbibliothek und dem zielgerichteten Ausbau der Medien im Bereich der fremdsprachigen Literatur hat die Bibliothek zahlreiche innovative und beispielhafte Projekte wie deutsch-syrische Abende, Medienboxen für Klassen mit Deutsch als Zweitsprache oder spanische Vorleseaktionen im Integrationsbereich umgesetzt und steht damit stellvertretend für die gestaltete Willkommenskultur der sächsischen Bibliotheken.

Mit dem Sächsischen Bibliothekspreis 2016 würdigt die Jury sowohl die exzellente Leistungsentwicklung der Leipziger Städtischen Bibliotheken in den letzten Jahren von 2011 bis 2015 (10 Prozent mehr Besucher, 20 Prozent mehr Entleihungen, im virtuellen Bereich sogar über 60 Prozent)  als auch die vorbildliche Zusammenarbeit mit Leipziger Vereinen, Bildungs- und Kultureinrichtungen und nicht zuletzt mit den anderen Bibliotheken in Leipzig.

Der Sächsische Bibliothekspreis 2016 wird am 24. Oktober 2016 in der Stadtbibliothek Leipzig durch die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst in einer Feierstunde verliehen.

Den mit 4.000 Euro dotierten „Sächsischen Bibliothekspreis“ verleiht das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit dem Landesverband Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V. seit 2013 zum vierten Mal. Eine unabhängige Fachjury entscheidet über die Vergabe. Auszeichnungskriterien sind herausragende und kundenorientierte Bibliotheksarbeit, wirksame Medien- und Öffentlichkeitsarbeit sowie innovative räumliche Lösungen. Im vergangenen Jahr erhielt der Onleihe-Verbund „Liesa“ den Bibliothekspreis. Dabei lobte die Jury als Leistung besonders die Verknüpfung des Bibliothekswesens mit der digitalen Welt.

2015

Online-Ausleihe Li@sa erhält Sächsischen Bibliothekspreis 2015

Auszug aus der Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst

 

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange hat heute in Döbeln den sächsischen Bibliothekspreis 2015 an den Onleihe-Verbund „Li@sa“ vergeben. In „Li@sa“ (library community for e-lending in saxony) arbeiten 31 Stadt- und Gemeindebibliotheken aus allen fünf ländlichen Kulturräumen zusammen. Über die Internet-Seiten der jeweiligen Bibliotheken können sich die Nutzerinnen und Nutzer jederzeit E-Books kostenlos herunterladen. Die Bibliothek Döbeln koordiniert diese Partnerschaft.

„Die Spannweite des Verbundes reicht von Seifhennersdorf im Osten bis Treuen im Westen, von Borsdorf im Norden bis Olbernhau im Süden. Denn mit ihrem digitalen Angebot präsentieren sich die Li@sa-Bibliotheken als moderne Bildungs- und Freizeiteinrichtungen, die online 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche verfügbar sind. Hervorzuheben ist die bis dato in Sachsen einmalig sehr erfolgreiche Eigenorganisation der beteiligten Bibliotheken, was heute in anderen sächsischen Verbünden erfolgreich nachgenutzt wird“, heißt es in der Begründung der Jury. Die Ehrung ist mit einem Preisgeld von 4000 Euro dotiert. Der Sächsische Bibliothekspreis wird vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Kooperation mit dem Landesverband Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V. auslobt.

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange erinnert: „Die digitale Welt hat man noch vor Jahren als Bedrohung für das Bibliothekswesen, für das Buch überhaupt, empfunden. Doch haben sich solche Befürchtungen nicht in realen Schreckensszenarien bewahrheitet. Vielmehr eröffnet die Bibliothek zunehmend auch mit den neuen Medien neben dem Buch den Zugang zum Wissen. Die Bibliothek integriert die neuen Medien – so zum Beispiel in Form von Internet- und CD-tauglichen Computern und Online-Ausleihe – und beherzigt verändertes Leseverhalten. Anders gesagt, die Bibliothek nutzt die neuen Medien, um gerade auch im strukturschwachen ländlichen Raum die kulturelle Teilhabe weiter zu verbessern.“ Die Ministerin ergänzt: „Wie zum Beweis, so hat sich die Jury beim Sächsischen Buchpreis für ein Projekt entschieden, das in hervorragender Weise den Umgang mit neuen Medien pflegt und sie sich im Verbund zunutze macht. Weil der Onleihe-Verbund Li@sa Nutzerinnen und Nutzern ohne zusätzliche Kosten schnell und von jedem Ort aus den Zugang zu Belletristik, Kinder-, Sach-, Hörbüchern und Zeitschriften bietet, ist er besonders in ländlichen Regionen oder für Menschen, die nicht so mobil sind, ist dieses innovative Angebot so wichtig. Besonders imponiert mir die Zusammenarbeit der Bibliotheken über die Grenzen der Kulturräume hinweg.“

Prof. Dr. Arend Flemming, Geschäftsführer des Landesverbandes Sachsens im Deutschen Bibliotheksverband e.V. lobt: „Auf den Onleihe-Verbund Li@sa können wir in Sachsen sehr stolz sein. Nur mit Partnerschaften und Kooperationen nach diesem Vorbild meistern die Bibliotheken die großen Herausforderungen der Zeit, sei es die Digitalisierung der Medienwelt oder, ganz aktuell, die Bewältigung der Integrationsaufgaben.“

Den 4605 Nutzern des „Li@sa-Verbundes“ standen im Jahr 2014 insgesamt 7288 Titel in 14 679 Exemplaren zur Verfügung. Medien wurden 56 650-mal entliehen. Jeder Nutzer hat somit dieses Angebot im Durchschnitt über 12-mal in Anspruch genommen. Das Projekt wird von den Kulturräumen Erzgebirge-Mittelsachsen, Leipziger Raum, Meißen-Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Oberlausitz-Niederschlesien und Vogtland-Zwickau gefördert.

 

2014

Stadtbibliothek Bautzen erhält den Sächsischen Bibliothekspreis 2014
Pressemitteilung des SMWK

 

Die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, hat heute gemeinam mit dem Vorsitzenden des Landesverbandes Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V., Prof. Dr. Arend Flemming, den mit 4.000 Euro dotierten Sächsischen Bibliothekspreis 2014 an die Stadtbibliothek Bautzen verliehen.

 "Mit dem Sächsischen Bibliothekspreis des Jahres 2014 wird der ganzheitliche Ansatz der Bibliothek gewürdigt, der nicht nur auf Programme und Projekte zur aktiven Leseförderung setzt, sondern auch einen zielgruppenorientierten Bestandsaufbau sowie differenzierte Serviceangebote und Dienstleistungen für alle Altersgruppen bietet. Mit ihrer kreativen Arbeit gibt die Stadtbibliothek Bautzen Impulse für die Stadt- und Gemeindebibliotheken der Region und darüber hinaus", so die Begrüdung der Jury.

Staatsministerin Sabine von Schorlemer erinnerte in der Festveranstaltung auf die lange Tradition des Bibliothekswesens in Sachsen: "Am 24. Oktober 1828, also genau heute vor 186 Jahren, rief Karl Benjamin Preusker gemeinsam mit dem Arzt Emil Reiniger im sächsischen Großenhain die erste öffentliche Bibliothek ins Leben. Sein Ziel war es, Bildung für alle zu ermöglichen und das lebenslange Lernen zu fördern. Preuskers Idden fanden nicht nur in Sachsen mit der Gründung der ersten öffentlichen Bibliothek in Großenhain große Beachtung, sondern trugen zum Entstehen weiterer Bürgerbibliotheken in Deutschland bei."

Prof. Dr. Arend Flemming: In Sachsen gibt es heute rund 490 öffentliche Bibliotheken, von denen 194 von Fachpersonal hauptberuflich geleitet werden. Damit verfügt der Freistaat Sachsen über eines der dichtesten Bibliotheksnetze deutschlandweit.

Insgesamt verfügten die öffentlichen Bibliotheken im Jahr 2013 über rund 8,2 Millionen Print- und elektronische Medien. Fast 22,5 Millionen Entleihungen wurden im Jahr 2013 gezählt. Das bedeutet einen Anstieg von fast 500.000 im Jahr 2013 im Vergleich zum Jahr 2012.

Die Kulturräume in Sachsen, deren Arbeit der Freistaat über das Sächsische Kulturraumgesetz ganz wesentlich mit finanziert, bezuschussen öffentliche Bibliotheken in Sachsen jährlich mit ca. 27 Millionen Euro. Daneben gibt es auch eine kontinuierliche fachliche Unterstützung durch die vom Freistaat getragene Landesfachstelle für Bibliotheken, die seit einigen Jahren in Chemnitz zentral für Sachsen angesiedelt ist.

Im Vorjahr wurde die Bibliothek Auerbach/Vogtland mit dem Sächsischen Bibliothekspreis ausgzeichnet.

 

2013

Stadtbibliothek Auerbach/Vogtland erhält den Sächsischen Bibliothekspreis 2013
Pressemitteilung des LV Sachsen

 

Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer, hat heute gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Landesverbands Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e.V., Prof. Dr. Arend Flemming, den mit 4.000 Euro dotierten Sächsischen Bibliothekspreis 2013 an die Stadtbibliothek Auerbach verliehen. Prämiert werden mit diesem Preis herausragende und nutzerorientierte Bibliotheksarbeit sowie erfolgreiche Konzepte zur Bewältigung der Herausforderungen des demografischen Wandels. „Mit einem sorgfältig ausgewählten Medienbestand, einem variantenreichen Begleitprogramm und durch fachkundiges Personal gelingt es der Stadtbibliothek Auerbach, ihr Haus generationsübergreifend zu öffnen. Auf lebendige Weise wird so den Bürgerinnern und Bürgern der Zugang zu Wissen und Bildung ermöglicht“, würdigte Staatsministerin Sabine von Schorlemer das Engagement und die Leistungen des Preisträgers.

Ermöglicht wird diese erfolgreiche Arbeit durch das von der Stadt Auerbach verabschiedete und konsequent umgesetzte Bibliothekskonzept. Durch dieses Konzept konnte Planungssicherheit geschaffen werden, die es der Stadtbibliothek gestattet, langfristig zu denken und gezielt wirkungsvolle Schwerpunkte hinsichtlich der verschiedenen Zielgruppen in einer Region im demografischen Wandel zu setzen. An zahlreichen guten Bewerbungen um den Sächsischen Bibliothekspreis 2013 hat sich die Jury sehr bewusst für die Auerbacher Bibliothek entschieden, weil die strategische Verbindung von kommunal-politischen Entscheidungen und bibliotheksfachlicher Umsetzung auch über Sachsens Grenzen hinaus als vorbildlich bezeichnet werden kann,“ kommentierte die Entscheidung der Jury Prof. Dr. Arend Flemming.

Mit 456 öffentlichen Bibliotheken hat der Freistaat Sachsen, verglichen mit anderen Bundesländern, aber auch im internationalen Vergleich, ein vorbildlich dichtes Bibliotheksnetz. Im Jahr 2012 verfügten diese Bibliotheken insgesamt über fast 8,3 Millionen Medien und konnten 22,4 Millionen Ausleihungen verzeichnen.

Unterstützt werden die öffentlichen Bibliotheken über die Kulturraumfinanzierung des Freistaates Sachsen.

 

Die Preisübergabe an die Bibliotheksleiterin Anja Schamberger (links)
Die Staatsministerin im Gespräch mit dem sächsischen Autor Utz Rachowski
Die preisgekrönte Stadtbibliothek Auerbach
 

2012

Fit im Informationsdschungel? Stadtbibliothek Chemnitz erhält für e-Tutorial den Sächsischen Bibliothekspreis
Pressemitteilung des LV Sachsen

 

Am Tag der Bibliotheken, dem 24. Oktober 2012, erhält die Stadtbibliothek Chemnitz den Sächsischen Bibliothekspreis 2012. Ausgezeichnet werden E-Tutorials, die Schüler durch den Informationsdschungel führen. Die elektronische Hilfe zur Selbsthilfe gibt Tipps, wie man findet, was für Vorträge, Prüfungen oder Facharbeiten nützlich ist.

Beim Bibliothekspreis 2011 stand die ehrenamtliche Leseförderung von Kindern im Mittelpunkt, in diesem Jahr ist es die professionelle Navigationshilfe für Jugendliche. Die Jugendlichen werden dort abgeholt, wo sie zu Hause sind: im Internet. Die öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken unterstützen mit ihren Services alle, die in der Masse von Informationen solides Wissen in Datenbanken, Büchern und Medien suchen.

Die unabhängige Jury hebt in ihrer Preisbegründung hervor, dass die Stadtbibliothek Chemnitz ein erfolgreicher Bildungspartner für Schulen, Vereine und kulturelle Einrichtungen ist. Mit mehr als 2 Mio. Entleihungen zählt sie zu den erfolgreichsten Großstadtbibliotheken. Sie will das e-Tutorial anderen Bibliotheken zur Verfügung stellen und fördert damit neue Wege der Bildungsarbeit im Freistaat Sachsen. In Veranstaltungen mit Schulklassen wird das e-Tutorial für das Recherchetraining eingesetzt.

Der Bibliothekspreis ist mit 1000 EUR dotiert. Er wird von Prof. Arend Flemming, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband und Direktor der Städtischen Bibliotheken Dresden, in der Stadtbibliothek Chemnitz am 24. Oktober 2012, 11 Uhr, überreicht. Grußworte sprechen Staatssekretär Dr. Henry Hasenpflug, Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, und Bürgermeister Philipp Rochold.

Freunde und Förderer sind zur feierlichen Preisverleihung herzlich willkommen.Nullam eros massa, mattis vel, nonummy in, lacinia quis, ipsum. Nullam leo diam, cursus quis, sollicitudin eget, volutpat sit amet, lectus. Nullam ligula tortor, venenatis id, tempus vel, vestibulum nec, arcu. Nullam massa neque, semper eu, egestas nec, dictum ultrices, nibh. Nullam mi ante, rutrum non, eleifend ut, facilisis vel, turpis.

 

2011

Sächsischer Bibliothekspreis für die Stadtbibliothek Pirna


In der Stadtbibliothek Pirna, Dohnaische Straße 76, hatten sich am Montag, den 24.10., dem Tag der Bibliotheken, prominente Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur zusammengefunden, um den diesjährigen Innovationspreis unter dem Thema „Ehrenamt in sächsischen Bibliotheken“, ausgeschrieben vom Landesverband Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband (DBV) e. V., zu vergeben.
Aus zahlreichen guten Bewerbungen wurde die Stadtbibliothek Pirna mit ihrem Projekt „Vorlesepaten für Krabbel- und Vorschulkinder“ als Preisträger gewählt.

Nach der  Begrüßung durch Herrn Prof. Dr. Flemming, Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband e. V. und Grußworten von Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Pirna,    Herrn Hanke, Herrn Lenk, Geschäftsführer Bibliothekseinrichtung Lenk GmbH und Herrn Dr. Frey, Stellvertretender Stiftungsdirektor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen hielt     Herr Prof. Dr. Bürger, Generaldirektor der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden die Laudatio auf den diesjährigen Preisträger. Durch Herrn Prof. Dr. Flemming und Herrn Lenk wurde die Preisverleihung vorgenommen und das Preisgeld, bereitgestellt vom Deutschen Bibliotheksverband (1000 €)  sowie der Firma Lenk (1000 €) übergeben.

In ihrer Dankesrede betonte Frau Langmann, Leiterin des Geschäftsbereichs Bibliothek der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH die Wichtigkeit ehrenamtlicher Tätigkeit. Sie dankte den Menschen, die in ihrer Bibliothek ein Ehrenamt ausüben.
Alle Redner betonten die große Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements bei der Gestaltung einer zukunftssicheren Zivilgesellschaft.
Auf mehr als 100 Millionen ehrenamtlich Tätige schätzt das European Volunteer Centre die Zahl der Freiwilligen in Europa. Fast jeder dritte Bewohner der 17 EU-Staaten engagiert sich freiwillig. In Deutschland sind rund 23 Millionen Menschen ab 14 Jahren in Vereinen, Verbänden, Initiativen und Kirchen ehrenamtlich tätig. In den 8200 öffentlichen Bibliotheken Deutschlands arbeiteten im Jahr 2010 mehr als 50 000 Ehrenamtliche. Unter den neuen Bundesländern steht Sachsen mit durchschnittlich einer ehrenamtlichen Kraft pro öffentlicher Bibliothek an der Spitze. Nur durch das Engagement zahlloser Ehrenamtlicher konnte der Bibliotheksalltag so auch die ausgezeichneten Projekte in der Pirnaer Stadtbibliothek aufrechterhalten werden.

Die Entscheidung der Pirnaer Stadtväter, den historischen Gebäudekomplex in der Altstadt mit einem hohen denkmalpflegerischen Anspruch zu sanieren und für die Unterbringung der Bibliothek auszubauen, ist eine Entscheidung von großer Tragweite für die Kultur!  Dadurch ist das Buch dort, wo es hingehört: im Zentrum, ganz nah am Bürger. Nicht zuletzt durch die Bibliothek an dieser Stelle  wird die Altstadt aufgewertet. Gerade in der heutigen Zeit, in der öffentliche Gelder für Kultur und Bildung begrenzt sind, wagte die Stadt eine der langfristigsten Investitionen, deren Nutzen noch in den nächsten Generationen erkennbar sein wird.

Der DBV Landesverband Sachsen freute sich gemeinsam mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, anschließend zu einem Empfang einzuladen. Für die Unterstützung bei der Ausgestaltung des Festaktes dankte die Bibliothek auch dem  Christlichen Jugenddorf Heidenau, der Musikschule Sächsische Schweiz und der Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna GmbH.

 

Termine

15.11.2018 - 01.01.1970

Fachforum "Öffentliche Bibliotheken: Leseförderung oder Digitalisierung?"

"Quo vaditis, bibliothecae?" - Die zukünftige Rolle und Ausgestalltung der Öffentlichen Bibliotheken im Freistaat Sachsen sind die Themen der Diskussionsrunde, die vom Bibliotheksverband Sachsen initiiert wird.