„Einrichtung zeigt vorbildlich, wie professionelle Bibliotheksarbeit und Innovationskraft zu einem einladenden Aufenthalts-, Veranstaltungs- und Kulturort geführt haben.“

Kulturministerin Barbara Klepsch

Der Sächsische Bibliothekspreis 2023 geht an die Stadtbibliothek G. E. Lessing in Kamenz (Landkreis Bautzen). Das gab Kulturministerin Barbara Klepsch heute bekannt. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird am 1. November 2023 in der Stadtbibliothek der Lessingstadt Kamenz und damit kurz nach dem „Tag der Bibliotheken“ am 24. Oktober, verliehen.

„Ich gratuliere dem Team der Stadtbibliothek G.E. Lessing ganz herzlich zur Auszeichnung mit dem Sächsischen Bibliothekspreis 2023. Die Einrichtung zeigt vorbildlich, wie professionelle Bibliotheksarbeit und Innovationskraft zu einem einladenden Aufenthalts-, Veranstaltungs- und Kulturort in Kamenz geführt haben, der damit auch ein wichtiger Teil der kulturellen Vielfalt im ländlichen Raum darstellt. Diese Stadtbibliothek hat in Zeiten des digitalen und sozialen Wandels ein großartiges nutzerorientiertes und leistungsstarkes Angebot für alle Generationen aufgebaut“, so Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch.

In diesem Jahr haben sich neun große und kleinere öffentliche Bibliotheken aus allen Landesteilen Sachsens mit Leistungen beworben, die innerhalb und außerhalb des Freistaates als vorbildlich und überdurchschnittlich gelten können.

„Die Bibliothekslandschaft des Kultur- und Bildungslandes Sachsen ist nicht nur dicht vernetzt wie in keinem anderen Bundesland, sondern hält an vielen Orten Schritt mit den Anforderungen an modere Wissens-, Informations- und Kommunikationsorte in der Stadtgesellschaft. Kamenz zeigt beispielhaft wie die Weiterentwicklung einer Bibliothek räumlich und inhaltlich aussehen und so Wahrnehmung wie Nutzerzahlen deutlich steigern kann“, sagte Aline Fiedler, Vorsitzende des Landesverband Sachsen im Deutschen Bibliotheksverband (kurz: Bibliotheksverband Sachsen).

Der Kamenzer Oberbürgermeister Roland Dantz dankte den vielen Unterstützern besonders dem damals Verantwortlichen im Sächsischen Ministerium des Innern, den Mitarbeiterinnen der SAB, sie alle haben es geschafft, dass letztendlich in kürzester Zeit das „grüne Licht“ für den Einsatz von Städtebaufördermitteln beherzt getroffen wurde. Dies war nur möglich, weil in den Jahren zuvor im Auftrag des Stadtrates die konzeptionelle Vorarbeit geleistet wurde. Die Entwicklung des Vorhabens zeigt auch sehr anschaulich, wie wichtig es ist, frühzeitig damit zu beginnen. Weiter spricht er von einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten: „Vor fünfeinhalb Jahren ermöglichte uns die bahnbrechende und mutige Entscheidung des Kamenzer Stadtrates und des Kreistages des Landkreises Bautzen, die Stadtbibliothek in den Erweiterungsneubau des neuen Lessing-Gymnasiums zu integrieren, einen stadtgeschichtlichen Jahrhundertschritt. Wir haben diese Chance genutzt und unsere neue Stadtbibliothek für unsere Stadt zu diesem zukunftsweisenden Kultur- und Bildungsort ausgebaut, der nun mit dem Bibliothekspreis gewürdigt wird und der weit über unsere Region ausstrahlt“, so der Kamenzer Oberbürgermeister.

In ihrer Begründung zur Auszeichnung der Einrichtung lobte die Jury – bestehend aus dem Vorstand des Bibliotheksverbandes Sachsen unter fachlicher Beratung der Sächsischen Landesfachstelle für Bibliotheken – die vielseitigen Weiterentwicklungen der Konzepte, die facettenreichen Angebote und die Innovationskraft, die Bibliotheken in der Gesellschaft entwickeln können. Besonders hervorzuheben ist das reichhaltige Programm für alle Generationen, die umfänglich erweiterten Öffnungszeiten und das neue OpenLibrary-Angebot, das Einsetzen für ein tolerantes Miteinander und die regionale Vernetzung und Kulturpartnerschaften.

Seit 2013 wird jährlich rund um den „Tag der Bibliotheken“ eine Bibliothek des Freistaates Sachsen mit dem Sächsischen Bibliothekspreis ausgezeichnet. Der Preis wird gemeinsam von der Sächsischen Staatsministerin für Kultur und Tourismus und dem Bibliotheksverband Sachsen vergeben.

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